HITZE-SCHÄDEN IN RNV´s

An Regenerativen Nachverbrennungsanlagen (RNV) können je nach Anlagenkonstruktion und Anlagenausführung unerwünschte Wärmebrücken entstehen. Dies ist vornehmlich bei Kompakt-RNV´s der Fall, bei denen metallische Trennwände zur Trennung der Keramibetten verwendet werden. Je nach Anlagenkonstruktion können diese Trennwände eine Wärmebrücke zum kalten Außenmantel der RNV darstellen. Denn im Anlageninneren können in der Brennkammer z.B. bis 850 °C herrschen und im Außenbereich, um die Anlage herum, oft Raumtemperatur.
Durch die Wärmebrücken entstehen Hitzeschäden an der Außenlackierung, diese wird thermisch zerstört. Aufgrund der Wärmespannungen besteht  Rissgefahr im Stahlmantel und je nach Anlagenfahrweise auch Korrosionsgefahr, und damit die Gefahr möglicher Leckagen. Wird die Anlage im Unterdruck betrieben können die Unterdruckverhältnisse gestört werden und im Überdruckbetrieb können Schadstoffe in die Anlagenumgebung gedrückt werden.

HITZE-SCHÄDEN AN EINER 10 JAHRE ALTEN KOMPAKT-RNV:

Abb. 1.1: Wärmebrücken-Schaden im Anbindungsbereich der innenliegenden, metallischen Trennwände  am Außenmantel. Da es bei allen Trennwandanbindungen der Fall ist, handelt es sich um einen systematischen Fehler.

Abb. 1.2: Detailansicht des Wärmebrücken-Schadens mit thermisch verfärbtem und abgeblättertem Lack.

Abb. 1.3: Bereich der Trennwandanbindung mit Rostansatz an der Schweißnaht. Der Rostansatz auf dem Flansch ist aufgrund von stehendem Wasser. In diesem Bereich ist die Isolierung gut, der Stahl kalt und der Korrosionsschutz der Schrauben mangelhaft.

Abb. 1.4: Hitze-Schaden aufgrund unsachgemäßer Isolierung des Mannlochs in der Brennkammer. Kann auch bei den  vorangegangenen Anlagenrevisionen beschädigt worden sein.